Sonntag, 14. Juni 2015

Von York nach Jedburgh (Schottland)

Wir verlassen York und wenden uns gegen Nordosten dem Meer zu.

Unsere erste Station ist das Städtchen Scarborough, das älteste Seebad an der Küste Yorkshires mit seinem Mineralwasser- Heilbad. Die Stadt wurde schon in der Stein- und Bronzezeit besiedelt, aber erst die Wikinger haben die Stadt im Jahre 966 gegründet.

An der Küstenstrasse und am Hafen gibt es unzählige Bingo und Amusement - Pavillons. An diesen Anblick muss man sich erst gewöhnen.


Das Seebad Scarborough mit der Burgruine

Die bunten Badehäuschen von Scarborough

Am Burgfelsen nisten Hunderte von Seevögel
Eine kurze Besichtigung, dann fahren wir wieder weiter, Saltburn-by-the-Sea, ist unser nächstes Ziel.

Das alte Saltburn war ehemals ein Zentrum für Schmuggler. .Doch weit über die Stadtgrenze hinaus ist der Saltburn Cliff-Lift bekannt. Eine kleine Zahnradbahn, die vom Strand hinauf in die Stadt fährt. Sie ist gleichzeitig eine der ältesten der Welt.

  Der Steeg der Mole in Saltburn wurde liebevoll umhäkelt - wer hat das wohl gemacht?

Der Cliff Lift  in Saltburn-by-the-Sea


Das Wetter ist herrlich, daher ist der Parkplatz voll und als ruhiger Schlafplatz wohl kaum geeignet. 65 km weiter an der Küste entlang finden wir was wir suchen. Einen absoluten Traumplatz mit Blick auf das Meer zur freien Übernachtung in Seeham. ( N 54° 49`25.8" W 1° 19' 20.1")

Doch kurz vorher, hoch über den Klippen, thront der monumentale Rest des im Jahre 657 gegründeten Klosters von Whitby. In dieser kleinen sehr belebten Stadt absolvierte der legendäre James Cock seine Ausbildung, worauf die Bewohner noch heute stolz sind.

Die Ruinen des Klosters von Whtitby Abby

Blick auf das Städtchen Whithby

Ein 300 Millionen Jahre alter Fossiler versteinerter Baumstrumpf

Die Landschaft verändert sich hochlandartig und hügelig und der Blick eilt weit voraus in die Ferne.

Unser erster Stopp in Schottland ist nur 17 km hinter der englisch-schottischen Grenze in Jedburgh.
Es gibt einen Free-Car-Parkplatz mit WIFI und Blick auf die Hauptattraktion des Städtchens - Jedburgh Abbey, eine der besterhaltenen Abteien des schottischen Borderlandes.
(N 55° 28' 37.8" W 2° 33' 9.5")

 Blick von unserem Schlafplatz auf den Strand von Seeham

Der Grenzstein von England nach Schottland

Die alte Abtei von  Jedburgh - wier der Blick aus unserem Wobi-Wohnzimmerfenster

Die besterhaltene Abtei des schottischen Borderlandes

Mittwoch, 10. Juni 2015

Von Cambridge nach York

Wir verlassen Cambridge und setzen unsere Reise nach Norden fort. Doch zuerst wollen wir noch einen kurzen Besuch zu den Gärten von Sandringham House, dem vielgeliebten Landsitz von Königin Elisabeth II machen.

1977 wurde auf Wunsch der Queen der 24 Hektar große Garten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es ist Sonntag, die Sonne lacht vom Himmel und so wie wir denken auch sehr viele Engländer. In diesem riesigen parkartigen  Erholungsgebiet rund um das Schloss wird spaziert, gepicknickt, gespielt und eine Brassband spielt dazu. Ein Meer von lila Rhododendrenblüten verschönt die Landschaft.

Im Park von Sandringham
Überall blüht der Rhododendron
Eine Brassband trägt zur Unterhaltung bei
typisch englisch - geordnetes anstellen am Eiskiosk


Doch als Schlafplatz wollen wir es ruhiger haben und so fahren wir noch 79 km weiter entlang der großen Meeresbucht "The Wash" bis nach Hurn's End, wo wir einsam, doch mit herrlichem Blick auf das Meer die Nacht verbringen. ( N 53° 00`13.2"  E 0° 08`11.8" )

Ruhiger Schlafplatz in Hurns End


York, die Stadt, die bereits 237 n. Christus von den Römern besiedelt wurde, ist unser nächstes Ziel. Das Münster von York zählt wohl zu den schönsten gotischen Bauwerken Europas und ist offiziell die größte mittelalterliche Kirche Englands. Nach einer Bauzeit von 250 Jahren wurde sie 1472 endlich fertiggestellt. Das Maß einer Fensterwand ist so groß wie ein Tennisfeld.

Durch viele kleine enge Gassen mit netten alten Geschäften lässt es sich herrlich bummeln. Mit unserer National Trust Karte können wir Treasurer`s Hous besichtigen und ich komme mir vor, wie in einem alten englischen Film. Mit dem Bus fahren wir wieder zu unserem Campingplatz etwas außerhalb, schön angelegt wie in einem Park. (N 53° 53`42.0" W 1° 05`39.0" - Home Farm Caravan )

Neugierig kommen 3 Pferde aus dem Marschland zum Zaun
nett anzuschauen,wohnen möchte ich drinnen nich

Das Münster von York
Glasfenster, so groß wie ein Tennisfeld

Hier braucht man keinen Supermarkt


Nicht gerade preiswert, aber sehr sehr gut
wir besichtigen Treasure House

Treasure House Kaminzimmer

alles recht ehrwürdig

belebtes Bild in der Altstadt

Dienstag, 9. Juni 2015

Von Canterbury nach Cambridge

Petrus meint es gut mit uns, denn die Sonne strahlt wohltuend vom Himmel. Auch die sprichwörtliche Freundlichkeit der englischen Autofahrer begegnet uns überall und erleichtert das Links-fahren auf den doch oft sehr schmalen Straßen.

Es ist gar nicht leicht, uns von diesem schönen Übernachtungsplatz zu trennen, aber es gibt noch soviel zu sehen und unsere Reise hat ja erst begonnen.

Unser Weg führt uns an den Trutzburgen Deal Castle und Walmer Castle vorbei, die von Heinrich dem VIII (ja, der mit den 6 Ehefrauen) erbaut wurden. Beide liegen nur wenige km voneinander entfernt, direkt an der Küste. Dazwischen gibt es eine wunderschöne Promenade mit blühenden Blumen und mit einem großen Parkplatz inkl. Internetzugang. Super - hier entsteht unser erster Reisebericht.

Eine schmale Straße führt uns über Sandwich - der Name stammt von Lord Sandwich, der seine Spielsucht nicht unterbrechen wollte, wenn er Hunger bekam und dann seinem Personal Anweisung gab "belegte Brötchen" zu servieren - zu den römischen Ausgrabungen Richborough Roman Fort. Ein herrlicher Platz, nur leider mit Übernachtungsverbot. So fahren wir noch bis Canterbury zum P u R
Stellplatz mit Gratis-Shuttlebus ins Zentrum. ( 51° 15' 40.2'' E 1° 06' 01.0'' )

Heute wollen wir Canterbury besichtigen. Im Doppelstockbus lassen wir uns direkt zum Zentrum
bringen. Immerhin ist die mittelalterliche Stadt mit ihrer gotischen Kathedrale die Wiege des englischen Christentum. Im Jahre 597 schickte Papst Gregor der Große einen Mönch nach England.
Dieser errichtete ein Kloster in Canterbury und wurde so Englands erster Erzbischof. Im Jahre 1170 wurde Thomas Becket in der Kathedrale von den Schergen Heinrichs des VIII ermordet.

Heute erhalten 18 Steinmetze den 150 Meter langen und 50 Meter breiten Dom und sämtliche Instandhaltungskosten dieses großartigen Gebäudes belaufen sich auf 18.500 Pfund täglich.
Es gibt keine Unterstützung vom Staat, daher ist der Eintrittspreis von 9,50 Pfund pro Person sicher gerechtfertigt.

Wir verlassen den Kathedralbereich und bummeln noch durch die hübsche mittelalterliche Altstadt.
Zurück am Stellplatz kommen noch unsere Freunde Gottfried und Gerda direkt von Dover.

Immer weiter Richtung Norden führt uns unsere Reise.

Der nächste Stopp ist die Universitätsstadt Cambridge. Wir nehmen die Autobahn M2, fahren unter der Themse durch und sind nach 172 km in der Stadt. Da die Strecke nahe an London heranführt, ist der Verkehr sehr stark und in Kombination mit dem Linksverkehr braucht es schon die gesamte Aufmerksamkeit des Lenkers.

Dieses mal nehmen wir einen Campingplatz etwas außerhalb der Stadt und fahren wieder mit dem Bus ins Zentrum. Sogleich fällt uns auf, wie viele junge Leute hier unterwegs sind. Es geht recht quirlig zu und an vielen Ecken wird  Musik gemacht. Von den architektonischen Gebäuden der Universitäten noch völlig beeindruckt, nehmen wir den Bus zurück zum Campingplatz.






Walmer Castle

unser erster Übernachtungsplatz am Patrol Monument 
Deal Cast
eine schöne Promenade am Meer entlang zwischen Deal und Walmer


der Kreuzgang in der Kathedrale von Canterbury

dort wo die Kerze brennt stand der Sarg von Thomas Becket


Kathedrale Canterbury



Buttermarktplatz in Canterbury
belebte Gässchen in der Altstadt

 wir fahren unter der Themse durch  Richtung Cambridge - der Gegenverkehr fährt über die Brücke

das Kings - College in Cambridge

ein anderer Blickwinkel vom Kings College
Musik an vielen Ecken von Cambridge

so schön sind Englands Campingplätze


Donnerstag, 4. Juni 2015

Unsere Reise nach England und Schottland im Juni und Juli 2015

Südostengland und vor allem Schottland ist ein weißer Fleck auf unserer  Wohnmobil Landkarte, daher wird es endlich Zeit, daß wir dieses Land unter die Räder nehmen.

Am 30.5. fahren wir mit unserem neuen Duo Mobil los. Wir wollen uns viel Zeit für diese Reise nehmen und so ist unser erster Stopp schon in Memmingen, wo wir uns mit guten Bekannten, die ihr Haus vor 2 Jahren gegen ein schönes Phönix-Wohnmobil als Hauptwohnsitz getauscht haben, treffen.
Nach drei netten Stunden (wir haben uns viel zu erzählen) fahren wir weiter nach Karlsruhe zum Stellplatz direkt am Rhein, den wir schon von früher kennen.

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück geht unsere Reise weiter durch den Pfälzer Wald mit seinem aus Buntsandstein aufgebautem Mittelgebirge nördlich der Vogesen. Unser Weg führt uns durch Bad Bergzabern mit seiner mittelalterlichen Altstadt, wo die "Erfinder" des Duo Mobiles, Heidi und Lothar Schleinkofer wohnen.
Über Pirmasens und Saarbrücken ist es nicht mehr weit nach Luxemburg zum Stellplatz Dudelange.
Der Zwergstaat mit großer Wirtschaftskraft ( nur 3% Arbeitslosigkeit und 220 Banken ) ist   das kleinste Land in der Europäischen Union, hat aber großen Einfluss

Doch unsere Reise geht weiter. Am frühen Morgen nehmen wir die 339 km über Brüssel nach Brügge zum sehr zentralen Stellplatz in Angriff. Brügge, auch Lagunenstadt des Nordens genannt, ist mit ihrem mittelalterlichen, unversehrten Stadtkern auf jeden Fall einen Besuch wert.
Eine Springflut im Jahre 1134 hinter der Küste Flanderns schuf einen Meeresarm, der sich vorzüglich als natürlicher Hafen eignete und so der Stadt zu großem Reichtum und Ansehen verhalf. Heute ist es der Handel und der Tourismus, der Geld in die Stadt bringt.

Fred und ich, wir sind "Morgenmenschen" und als bei den anderen Wobis die Rollo noch heruntergelassen waren, saßen wir schon gemütlich beim Frühstück. Strom, Ver- und Entsorgung waren incl. ( 25,-- Euro) . Das mussten wir natürlich nützen und so war ausgiebige Körperpflege angesagt.
Unser heutiges Ziel ist in Calais der Stellplatz in der Nähe der Fähre.Wir fahren über Ostende, der Küste entlang, an Dünkirchen vorbei, 147 km.
Eine besondere Attraktion ist die Straßenbahn, die von Ostern bis Ende September auf der  67 km langen Strecke Knokke bis De Panne an der franz. Grenze fährt   und im 1o Minuten Takt verkehrt.
Es weht eine ziemlich steife Briese, aber in unserem rollendem Zuhause fühlen wir uns gemütlich und geborgen.

Um 9 Uhr morgens stehen wir an der Fähre nach Dover. Die Sonne scheint wieder und der Wind hat etwas nachgelassen.
Schon von weitem sind sie gut zu erkennen: die weltberühmten weißen Kreidefelsen von Dover, Wahrzeichen des bekanntesten Fährhafen Englands.  Das imposante Gemäuer von Dover Castle liegt   hoch über dem Ort, wie eine Filmkulisse.
Nur wenige KM nach der Fährausfahrt liegt der Wanderparkplatz White Cliffs (N 51°07` 53.7``--
E  1° 20` 22.6``). Von hier ist ein Spaziergang mit sensationellem Ausblick auf die Kreidefelsen bis zum South Foreland - Leuchtturm möglich. Unser Schlafplatz für heute aber liegt noch 6 KM weiter am Patrol Monument mit herrlicher Fernsicht (kostenfrei  N 51° 09`24.0`` E 1 °23` 34.6 )

Treffen mit unseren Wohnmobilfreunden in Memmingen 
Unser Stellplatz an der Rheinbrücke in Karlsruhe
Brügge- Lagunenstadt des Nordens

der Marktplatz in Brügge
Im Turm hängt das kostbare Glockenspiel, das jede Stunde erklingt

am Marktplatz warten die Kutschen auf Touristen

Blick auf die Liebfrauenkirche

die Uferstraße mit Befestigungen aus dem 2. Weltkrieg

die "Sommerstaßenbahn" entlang der Küste
unsere Fähre nach Dover

unser Wohnmobilstellplatz an der Hafenausfahrt in Calais

erster Blick auf die Kreidefelsen von Dover

die Hafeneinfahrt von Dover mit Blick auf Dover Castle

zwei deutsche "Mopedcamper"

der Fährhafen von Dover

Spaziergang entlang der White Cliffs