Montag, 11. Juli 2016

Von der Nordsee an die Ostsee und zurück zur Nordsee

Wir bleiben auf der Suche nach ostfriesischer Idylle auf der "Störtebeker"- Küstenstrasse und fahren zuerst durch Greetsiel mit seinen zwei alten Windmühlen und malerischen  Friesenhäuser. Ein kurzes Stück weiter in Dornumsiel finden wir einen feinen Stellplatz nahe am Meer. Es gibt immer wieder kurze Regenschauer, trotzdem schwimmen wir eine Runde im Salzwasserfreibad. Das Wasser ist mit 23 Grad wärmer als die Luft mit 17 Grad.

Am nächsten Tag ziehen wir weiter nach Bremerhaven. Die Stadt an der Wesermündung hat den größten Fischereihafen des europäischen Kontinents und ist auch Europas größter Autoverladehafen. Armut, Verfolgung und Hungersnot ließen zwischen 1830 und 1974 über 7 Millionen Menschen von hier die Schiffspassage nach Übersee antreten.

Nach einer nassen Radtour beschließen wir am nächsten Tag: Es geht weiter!

Wir nehmen die Fähre über die Elbe nach Glückstadt und 84 km weiter nördlich sind wir am Nord-Ostsee-Kanal am Stellplatz Schacht-Audorf nahe Rendsburg.

Wenn man früh genug ankommt und in der ersten Reihe einen Platz findet, hat man von der erhöhten Uferlage einen einzigartigen Blick auf die vorbeiziehenden Schiffe. Majestätisch und zum Greifen nahe und doch unerreichbar gleiten die Ozeanriesen  an uns vorbei. 520 km verkürzt der fast 100 km lange Kanal den Weg zwischen Nord- und Ostsee für die Schiffe und schon fast obligatorisch machen wir auch hier wieder eine "Regenradtour".

Es sind nur 39 km bis nach Schleswig der reizvollen Stadt am Ostseefjord Schlei. Der Stellplatz direkt am Hafen ist wohl einer der schönsten auf unserer Reise. Endlich können wir bei Sonnenschein eine 45 km Radtour durch die kleinen Orte entlang der Schlei machen. Der gotische Dom zu St. Petri beherbergt das Grabmahl des Dänischen Königs Friedrich des I. Doch das Glanzstück der Kirche ist wohl der über 12 m hohe geschnitzte Flügelaltar mit seinen 392 Figuren.

Nach 2 Tagen zieht es uns weiter zum nördlichsten Punkt dieser Reise: nach Dagebüll. Dort wollen wir mit der Fähre in 50 Minuten die zweitgrößte Nordseeinsel im Nationalpark Schleswig-Holstein-Wattenmeer- Föhr beradeln. In 11 Dörfern mit urigen reetgedeckten Friesenhäuser in verwinkelten Gässchen leben hier 8.400 Menschen und viele tausende Seevögel. Bei gutem Wetter sind die Nachbarinseln Sylt, Amrum und die "Halligen"zu sehen. Es ist eine schöne Radtour, bei angenehmen Sonnenschein.

Ab hier geht es wieder südwärts.Wir werden berichten...

Fähre über die Elbe nach Glückstadt

Unser Stellplatz am Nord-Ostsee-Kanal

Blick aus unserem Wohnzimmerfenster auf den Kanal

Teile eines Windrades werden durch den Kanal gezogen

Unser Stellplatz am Hafen von Schleswig

Schleswig an der Schlei

12 Meter hoher Flügelaltar im Dom zu St. Petri mit 392 Figuren



Dagebüll

De Fährstation  zur Insel Föhr und Amrum

Reetgedeckte Häuser in den Dörfern auf Föhr

Mühle im Dorf Oldsum auf Föhr

Ein neue Haus wird reetgedeckt

Radeln macht hungrig


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen